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Claudia Hoffmann
Inhalt

Claudia Hoffmann befasst sich in ihrer Arbeit mit den Ordnungselementen, den strukturellen Gesetzmäßigkeiten von Pflanzen.

Blatt- und Blütenformen werden ihrer Gestalt entsprechend nach ihrem Aufbau befragt und in eine grafische und skulpturale Bildsprache übersetzt. Einfache Formelemente sind dabei die Bausteine eines lebendigen Raumgefüges, das jeweils eine klare Gesetzmäßigkeit offenbart und nichts dem Zufall überlässt.

In der klaren, grafischen Übersetzung der Linolschnitte bedingen sich Negativ- und Positivformen gegenseitig. Scheinbar spielerisch fügen sie sich wechselseitig zu einem Ganzen. Beliebigkeit ist jedoch ausgeschlossen. Ihre Erscheinung ist so klar und eindeutig, wie der Schnitt in das Linoleum durch den sie entstanden sind.

Die aus Beton gegossenen Skulpturen beanspruchen für sich die gleiche Entschiedenheit. Sie sind jeweils in einer exakt konzipierten Gussform entstanden.

Mit dieser Arbeitsweise ist Claudia Hoffmann stets ganz nahe dem strukturellen, ordnenden Denken der Architektur.

Auszug aus der Einführung von H. von Bassewitz, Architekt,

Hamburg, 2005.